Bei meinem therapeutischen Angebot handelt es sich um alternative Heilmethoden. Jeder meiner Patienten ist sich dessen bewusst und zieht im Zweifelsfalle eine ärztliche Meinung zur Rate.

Hildegard Heuer
Urbanización El Riachuelo
Calle Isabel de Farnesio 1C
E - 29601 Marbella

Phone: 0034 654 400 981
E-Mail: praxis@hildegard-heuer.de

Wegbeschreibung

Somatic Experiencing® und die Arbeit mit Bindungsverletzungen


Somatic Experiencing®(SE) ist eine körperorientierte Methode und wurde von dem Traumaforscher Dr. Peter Levine entwickelt. SE ist besonders gut geeignet, um die Folgen von Schock und Trauma behutsam aufzuarbeiten, und hilft den Betroffenen, wieder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu finden und die eigene Lebensenergie zu stärken.

In der Arbeit mit Bindungsverletzungen wenden wir uns achtsam den Erfahrungen zu, die es uns unmöglich machen, offen und ungezwungen auf andere zuzugehen, Kontakte zu vertiefen und glückliche und freudvolle Erwachsenenbeziehungen zu entwickeln.

Ein Trauma entsteht durch ein überwältigendes Ereignis, das zu stark, zu schnell und plötzlich auf uns einwirkt. Unser Nervensystem erlebt diese Erfahrung als eine übermächtige Bedrohung und unsere Mechanismen zu ihrer Bewältigung sind völlig überfordert.

Normalerweise stehen uns in einer bedrohlichen Lebenssituation automatisch alle natürlichen und instinktiven Reaktionen zur Verfügung: Der Organismus mobilisiert unsere gesamte Energie, um uns auf eine Flucht oder auf einen Kampf vorzubereiten. Wenn uns diese Überlebensstrategien gelingen, finden wir relativ schnell unser Gleichgewicht wieder. Fühlen wir uns jedoch von einem Ereignis so stark überwältigt, daß wir nicht mehr flüchten oder kämpfen können, bleibt uns als letzter Ausweg nur, uns „totzustellen“, zu erstarren.

In einer solchen Situation hört unser Organismus jedoch nicht auf, uns weiterhin Signale der Alarmbereitschaft zu senden, sondern er verhält sich so, als würde die Bedrohung noch weiterhin bestehen. Diese Energien werden dann im Nervensystem gespeichert, wo sie nur unvollkommen oder verzögert aufgelöst werden können. Für die Betroffenen können dann verwirrende und beängstigende psychische und körperliche Symptome entstehen, wie beispielsweise Ängste, Panik, Übererregbarkeit, Schlaflosigkeit, überhöhte Wachsamkeit, chronischer Schmerz und vieles mehr. Solche Verhaltensmuster, Gefühle und Gedanken sind häufig noch mit den erschreckenden Erlebnissen der Vergangenheit gekoppelt.

In der Arbeit mit Somatic Experience rückt diese Reaktionsweise des Nervensystems in den Mittelpunkt. Mit dem nötigen Abstand und aus einem Gefühl der Sicherheit heraus können wir uns der traumatischen Erfahrung in unserem Tempo Schritt für Schritt behutsam nähern. Wesentliche Elemente im Heilungsprozess sind die Entwicklung von Ressourcen und das Nachspüren der Körperempfindungen, der Verhaltensweisen, der Gefühle, der Gedanken, der Bilder und der Bewegungen.

Der Schlüssel zur Auflösung der Traumasymptome liegt in einer sanften allmählichen Entladung, der im Körper gebundenen, Energie. Das Nervensystem hat nun die Möglichkeit zu seiner ursprünglichen Fähigkeit, sich selbst zu regulieren, zurückzufinden. Die eigenen Ressourcen und Stärken werden wieder erfahrbar. Es entsteht mehr Sicherheit und Ausgeglichenheit. Das Leben gewinnt an Stabilität, Kraft und Leichtigkeit. Es kann sich mehr Lebensfreude und Kreativität entwickeln.

Wir Menschen haben ein Grundbedürfnis nach Verbindung, nach einem Miteinander. Unter gesunden Bedingungen fühlen wir uns in einer Gemeinschaft wohl und geborgen und erfahren dort Unterstützung auf unserem Weg durch das Leben.

Wenn das Grundbedürfnis des Säuglings nach Bindung beruhigt ist, kann er seine Umwelt erkunden. Eine verlässliche Beziehung legt das Fundament für die körperliche, soziale und emotionale Entwicklung der Persönlichkeit.

Liebevolles Lächeln, Zugewandtheit und freundliche Blickkontakte beeinflussen ebenso die Gehirnstruktur und regen die Entwicklung an, wie Spielen, Musik, Farben, Geschichten, Kreativität…

In den letzten Jahrzehnten erkannten die Wissenschaftler, dass die empfangende Zuwendung und Liebe nicht nur die emotionale Reifung, sondern auch eine wichtige Stimulation zur Entwicklung des Babys ist. Eine gesunde Erfahrung von Bindung stellt eine bedeutende Grundlage für die Fähigkeit zu lieben und in Beziehung zu gehen dar.

In unseren frühen Kindertagen erlernen wir ein Muster, eine Strategie, die auf das Verhalten der Bezugsperson antwortet. Unsere Bindungsstile sind die Antwort auf das Beziehungsangebot, das uns entgegengebracht wurde, sie sind unsere Überlebensstrategie.

Es gibt den gesunden -, den vermeidenden -, den ambivalenten - und den desorganisierten Bindungsstil, wobei auch die verschiedensten Mischformen möglich sind. Jeder der drei letztgenannten bringt ihre eigenen Problematiken mit. Meist entstehen sie aus den Erfahrungen und Vorkommnissen während unseres Heranwachsens.

In der Arbeit mit den Ereignissen unseres Lebens erkunden wir unsere vielfältigen Strategien im Kontakt mit anderen Menschen und entwickeln vertrauensvolle, tragende und liebevolle Umgangsformen.

„Emotionale Bindungen an andere Menschen sind der Dreh- und Angelpunkt im Leben eines Menschen, nicht nur in der Säuglingszeit oder im Kindergartenalter, sondern auch in der Schulzeit und Jugend sowie im Erwachsenleben bis ins hohe Alter. Aus diesen emotionalen Bindungen schöpft ein Mensch Kraft und Lebenszufriedenheit, und er kann hieraus auch wieder anderen Menschen Kraft und Lebensfreude schenken. Dies sind Themen, in denen sich die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft und traditionaler Weisheit treffen und übereinstimmen...“ John Bowlby, ein Pionier der Bindungsforschung

"Nicht Zeugung, nicht Geburt lässt uns zu Eltern werden, sondern Geduld, Wärme, Nähe, Liebe, Konsequenz und Achtung zu dem Wesen Kind." (Verfasser unbekannt)

Traumatherapie Somatic Experience